Was ist der Zinseszins?
Beim Zinseszins werden die erzielten Zinsen dem Kapital hinzugefügt und im nächsten Zeitraum mitverzinst. So wächst das Vermögen nicht linear, sondern immer schneller. Für eine Einmalanlage gilt Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)Jahre. Bei zusätzlichen monatlichen Sparraten werden diese ebenfalls verzinst.
Beispiel
10.000 € zu 5 % pro Jahr ergeben nach 10 Jahren 10.000 × 1,0510 = 16.288,95 €. Du hast also 6.288,95 € Zinsen verdient. Mit einfachen Zinsen wären es nur 5.000 € gewesen. Der Unterschied wächst mit der Laufzeit stark an.
Was den Effekt bestimmt
- Zeit: Wer früh anfängt, profitiert am meisten, denn der Effekt beschleunigt sich über die Jahre.
- Regelmäßigkeit: Auch kleine Sparraten summieren sich über zehn oder zwanzig Jahre erheblich.
- Realer Zins: Inflation, Kosten und Steuern mindern den tatsächlichen Gewinn.
Steuer und Grenzen der Berechnung
In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, abzüglich des Sparer-Pauschbetrags. Der Rechner zieht die Steuer vereinfacht am Ende von den gesamten Erträgen ab und berücksichtigt keine Freibeträge. Bei Aktien oder Fonds schwankt die Rendite von Jahr zu Jahr; der Rechner liefert deshalb nur eine Modellrechnung, keine Prognose.